Neuraltherapie nach Huneke bei akuten oder chronischen Schmerzzuständen (Verspannungen, "Hexenschuss", Diskushernie,
Verstauchungen, Arthrosen an Wirbelsäule und übrigen Gelenken)
Def. (nach Huneke): pathologischer Schmerzreiz wird mittels gezieltem Nadelstich und Injektion eines Lokalanästhetikums
(= LA: v.a. Procain, selten Lidocain o. Bupivacain) unterbrochen
neuralther. Vorgehen: gründliche Anamnese (Krankengeschichte), problemorientierte Untersuchung inkl. Haut,
ggf konventionell-mediz. Abklärungen, ggf Störfeldsuche mittels Orthopantogramm (=OPG)
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direkte Injektion in/an schmerzhafte Strukturen
Segmenttherapie: mehr ...
Injektionen in Orten der Schmerzausstrahlung
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Störfeld = chron. Reizzustand an beliebiger Stelle des Körpers
Indikationen: mehr ...
(auch in Schwangerschaft oder bei Hochleistungssportlern!)
akute/chronische Schmerz-/Verspannungszustände
Kontraindikationen: mehr ...
bei tiefen Injektionen: Gerinnungsstörungen oder Antikoagulation
Nebenwirkungen/Komplikationen: mehr ...
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Praxis O. Santoux - Innere Medizin - Hausarzt-Praxis - 8954 Geroldswil - 044 748 20 50 - praxis@santoux.ch
Lokaltherapie: direkte Injektion in/an schmerzhafte Strukturen (Haut,
muskuläre Triggerpunkte, Sehnenansätze, Gelenke, periph. Nerven)
Störfeldtherapie:
• Störfeld = chron. Reizzustand an beliebiger Stelle des Körpers durch
Erkrankung (chron. Tonsillitis/Sinusitis, verlagerte/kranke Zähne, St.n.
Frakturen) oder Narben; >70% dieser Störfelder befinden sich im
Kopfbereich.
• falls die Therapie im lokalen u/o. segmentalen Bereich versagt, muss an
mögl. Störfelder gedacht werden; sie können mittels sog.
"Sekundenphänomen nach Huneke" (Beschwerden verschwinden für mind.
20Stunden [im Zahn-Kiefer-Bereich für 6-8Std] und schmerzfreie
Intervalle können mittels weiteren Injektionen verlängert werden)
nachgewiesen werden.
• Behandlung mittels direkter Injektion in vermutetem Störfeld, an
sympathische Fasern oder an veget. Ganglien im Bereich des
Störfeldgebietes: es kommt zur Symptomlinderung/-freiheit,
Verbesserung von Gelenksbeweglichkeiten, Normalisierung von Enzym-und
Hormonwerten, Reduktion von Schmerzmittelgebrauch .
• d.h. die Restfunktion eines Organes kann dauerhaft gebessert werden,
aber die gestörte Organstruktur zB Leberzirrhose nach Hepatitis oder
chron. Alkoholkonsum, COPD nach jahrelangem Nikotinkonsum kann nicht
beseitigt werden.
Indikationen: (auch in Schwangerschaft oder bei Hochleistungssportlern!)
- akute/chronische Schmerz-/Verspannungszustände im Bereich der Wirbelsäule und der
Gelenke(versch. Kopfschmerzen inkl. Migräne, HWS-Dystorsion, Nacken-Schulterschmerzen,
Lumbo-ischialgien)
- unterstützend bei Entzündungen im Augen-u/o. HNO-Bereich (Keratitis, Uveitis, Sinusitis, Otitis,
Tränen-o. Speicheldrüsendysfunktion)
- unterstützend bei Schwindel/Tinnitus (Ohrgeräusche) versch. Ursachen
- M. Raynaud (schmerzhafte Abblassung der Finger bei Kälteexposition)
- M. Sudeck = CRPS (schmerzhafte Veränderungen v.a. Hand-/Sprunggelenke nach Trauma m/o.
Fraktur)
- Lymphödem nach Brustamputation bei Lymphknotenausräumung oder nach lokaler Bestrahlung
- akute Mastitis beim Stillen
- unterstützende Behandlung bei thorakalen Schmerzen (Brustwandschmerzen, Myocarditis,
Lungenembolien, Pleuritis, Lungenentzündung, Angina pectoris; M. Forestier=DISH, M. Bechterew)
- chron. Husten unkl. Ae.
- versch. Neuralgien (Nervenschmerzen: Carpal-Tunnel-Syndrom, n. Herpes Zoster)
- allergische Dispositionen (Beschwerden d. Heuschnupfen mit chron. Verschluss der
Nasennebenhöhlen/des Mittelohres, Linderung von Asthma-bronchiale, Urticaria, Ekzeme)
- unterstützend bei Magenbrennen, div. Verdauungsstörungen (Tendenz zu Blähungen/
Verstopfung/Durchfall, Gastroenteritis, tox./vir. Hepatitis, Pankreatitis, Gallekolik; M.
Crohn/Colitis ulcerosa); NNR-Insuffizienz; Nierensteine
- bei Dysmenorrhoe (schmerzhafte Periodenblutung), bei klimakterischen Beschwerden (Wallungen,
psych. Labilität), bei Reizblase (Harndrang)
- unterstützend bei ven./art. Durchblututungsstörungen, beim Erysipel, bei Polyneuropathien
- unterstützend bei vegetativer Dystonie
- unterstützend beim "burn-out", bei depressiven Episoden, bei Angstzuständen.
Kontraindikationen:
- bei tiefen Injektionen: Gerinnungsstörungen oder Antikoagulation
("Blutverdünner": absolut bei Marcoumar, Fragmin, Heparin, Xarelto; relativ
bei Aspirin, entzündungshemmenden Schmerzmittlen [sog. NSAR u/o.
Coxibe])
- schwere art. Hypotonie (sehr niedriger Blutdruck)
- schwere kardiale Dekompensation
Nebenwirkungen/Komplikationen:
- vasovagale Prä-/Synkope (leichte Übelkeit, Schwindelepisode,
Schwarzwerden vor Augen) aufgrund des Hautdurchstichs
- vorübergehendes Einschlafen einer Extremität nach Injektion an grössere
periph. Nerven oder nach Ganglienpunktion: Pat. nach diesen Punktionen
überwachen wir sicherheitshalber für 20-30Minuten in der Praxis, bis die
Wirkung des LA verschwindet
- versehentliche Punktion eines inneren Organes bei anatomischen Variationen
(zB Hufeisenniere): harmlos, da neuraltherapeutische Nadeln viel dünner als
Organpunktionsnadeln sind; ggf. temporäre Schmerzen aufgrund eines
Blutergusses in umgebendes Gewebe
- selten: versehentliche Pleurapunktion mit möglichem Mantelpneumothorax
(Thorax-Röntgenkontrolle, ggf. weitere Massnahmen)
- extrem selten: versehentliche Injektion grösserer Mengen LA in hirnwärts
ziehendes Gefäss/in Liquorraum kann zu Krampfanfällen u/o. zu cardiopulm.
Problemen führen; kommt bei sauberer Punktion und den nötigen
Sicherheitsmassnahmen nicht vor.
Segmenttherapie: Injektionen in Orten der
Schmerzausstrahlung (Projektionszonen n. Head) mittels
Hautquaddeln, im Wirbelsäulenbereich, an
Nervenwurzeln, in periph. Gefässe u/o. an vegetative
Ganglien (Umleitstrukturen des
Sympathikus/Parasympathicus); zur Verminderung von
Schmerz-und Verspannungszuständen, zur lokalen
Durchblutungsverbesserung, zur Krampflösung, zur
Regulation von inneren Organen.